Shôgizitat #2

「将棋は本当に楽しいです。昨日負けた私が言うのですから、間違いないと思います」

豊島将之

„Shôgi is real fun. I am pretty sure because I lost yesterday and I still think so“

„Shôgi macht wirklich Spaß. Ich bin mir ziemlich sicher, denn ich habe gestern verloren und denke immer noch so.

Toyoshima Masayuki

Quelle

Sakata Sankichi 坂田三吉 – Der Volksheld aus Sakai

Von Fabian Krahe

Sakata Sankichi 坂田三吉 (01.07.1870-23.07.1946) gehört zu den Ausnahmefiguren der Shôgiwelt. Er zählt zu den besten und innovativsten Spielern seiner Zeit und gehört zu den Shôgispielern, die die moderne Shôgiwelt entscheidend prägten.

Sakata Sankichi 坂田三吉 (01.07.1870-23.07.1946).

Sakata wurde in der Stadt Sakai nahe Ôsaka geboren. Dort wuchs er in ärmlichen Verhältnissen auf. Um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, stellte er Strohsandalen (Zôri 草履) her. 1886 ging er bei einem Zôrigroßhändler in Ôsaka in die Lehre. Zu dieser Zeit zeigte sich bereits seine Genialität auf dem Brett. In den Straßen Ôsakas spielte er gegen ältere und erfahrene Shôgispieler und konnte viele Partien für sich entscheiden. Durch eine Verletzung während der Lehre hatte er offenbar genug Zeit sein Spiel zu verbessern. Wegen ihr verließ er jedoch auch seinen Ausbildungsplatz und kehrte in seine Heimatstadt zurück, um dort im Familienunternehmen zu helfen. Er soll nie richtig Lesen und Schreiben gelernt haben und war praktisch Analphabet.

Dennoch konnte er sich in Ôsaka als Amateurspieler schnell einen Namen machen und 1891 kam es zur ersten Konfrontation mit Sekine Kinjirô 関根金次郎 (23.04.1868-12.03.1946), die in einer schweren Niederlage für Sakata endete. Dennoch sollte sich diese Begegnung für Sakata als äußerst günstig erweisen. Hatte er bisher lediglich autodidaktisch sein Spiel verbessert, sollte Sekine für ihn eine Art erster Lehrmeister und jahrzehntelanger Konkurrent werden. Die Spiele gegen Sekine veranlassten Sakata auch dazu, ein Profispieler werden zu wollen.

Sekine Kinjirô 関根金次郎 (23.04.1868-12.03.1946).

Als Sekine Kobayashi Tôhakusai 小林東伯斎 traf, der damals Ôsaka Meijin genannt wurde und zu den vier Himmelskönigen des Amanosôho 天野宗歩の四天王 gehörte, zeigte Sekine ihm die Spielaufzeichnungen von Sakata. Kobayashi war von den Fähigkeiten Sakatas überrascht und bat Sekine, ihm Sakata vorzustellen. Kobayashi lobte Sakatas Talent und brachte ihm bei, wie er seine Ôgoma (Turm und Läufer) besser benutzen kann. Sakata erinnerte sich, dass die Begegnung mit Kobayashi sehr ermutigend war.

1903 spielten Sakata und Sekine weitere Spiele und von den Spielaufzeichnungen sind noch ein Sieg und eine Niederlage erhalten. Es gibt eine Theorie, dass Sakata eines dieser Spiele durch Sennichite verlor, ohne diese Regel zu kennen. In seinem Buch „Shôgi Philosophie“ (Shôgi Tetsugaku 将棋哲学), in dem er seine Geschichte erzählt, schreibt Sakata, dass er seiner Frau sagte, erst jetzt, nachdem er wegen Sennichite verloren habe, sei er ein wahrer Shôgispieler. Einer anderen Theorie zufolge, war es am 22. April 1906, als Sakata im Amida-chi-Wakôji-Tempelbezirk in Ôsaka im Glyzinienteehaus gegen Sekine im Endspiel die Sennichite-Regel nicht kannte und deswegen verlor. Für Sakata soll dies das Spiel gewesen sein, das ihn zu einem wirklichen, einem echten Shôgispieler machte. Danach setzte er sich das Ziel, Sekine zu stürzen. In Hôjo Hidejis Stück „Ôsho“ heißt es, Sakata hätte in diesem Jahr, 1906, zum ersten Mal gegen Sekine wegen Sennichite verloren.

1907 planten die drei 8-Dan Spieler Sekine Kinjirô, Inoue Yoshio 井上義雄 (1865-1920), Kosuge Kennosuke 小菅剣之助 (1865-1944) eine Partie bei der Kôbe Shinbun. Sakata konnte Kosuge in einer Handicappartie (1 Lanze) besiegen. Sakata hat Glück, dass dadurch einige Gönner auf sein Talent aufmerksam wurden und 1908 wurde er Angestellter der Ôsaka Asahi Shinbun. Dadurch wurde Sakatas Leben auf eine bessere materielle Grundlage gestellt und er konnte seine Fähigkeiten verbessern.

Kosuge Kennosuke 小菅剣之助 (1865-1944).

Im Juli 1910 wurde die Kansai Shôgi Studiengruppe 関西将棋研究会 mit Sakata als Vorsitzendem gegründet. Zur gleichen Zeit beförderte sich Sakata mit Unterstützung seiner Förderer zum 7-Dan, in dem er plötzlich in der Ôsaka Asahi Shinbun verkündete: „Ich habe die Fähigkeiten eines 7-Dan, also werde ich mich selbst als solchen bestätigen“ 「自分は七段の実力があるから自分で七段を認定する」Sakata sagte, er glaube er habe diese Fähigkeiten und er habe sich selbst einen Namen gemacht. Sollte das jemand anzweifeln, würde er zu jeder Zeit jeder Herausforderung annehmen. Er hatte zu dem Zeitpunkt bereits alle Spieler diesen Ranges besiegt.

Im April 1913 ging er zum ersten Mal nach Tokyo. Sakata gewann das Willkommensspiel (1 Lanze Handicap) gegen 8-Dan Sekine, das im Tsukiji Club am 6. und 7. April abgehalten wurde. In diesem Spiel soll Sakata den Ausdruck „Der Silber weint“ 「銀が泣いている」 geprägt haben. Nach diesem Spiel wurde er auch offiziell als 7-Dan anerkannt. Am 9. April verlor Doi Ichitarô 土居市太郎 (1887-1973) , Schüler von Sekine und zu diesem Zeitpunkt 6-Dan eine Partie ohne Handicap. Am 14. Juli gewann Sekine eine Partie ohne Handicap, dass die Ôsaka Asahi Shinbun sponserte mit einem Sleeve Rook Castle.

Doi Ichitarô 土居市太郎 (1887-1973).

1914 verlor Sakata eine weitere Partie gegen Sekine, der zu ihm nach Ôsaka gegangen war. Ein Jahr später erlaubte ihm Ono Gohei 12. Lifetime Meijin 小野五平 (1831-1921) die Beförderung zum 8-Dan. Ab dann nannte Sakata sich selbst einen Schüler von Ono Gohei. Im selben Jahr gewann Sakata gegen Inoue Yoshio 8-Dan. 1917 wurde er mit Unterstützung des Politikers, Statistikers und Geschäftsmanns Yanagisawa Yasutoshi 柳沢保恵 (1871-1936), der ein starker Förderer des Shôgi war, endlich zum 8-Dan befördert.

Sekine (li.) gegen Sakata 1917?

1918 spielte Sakata sechs Mal gegen Sekine ohne Handicap und konnte davon 4 Spiele gewinnen. Jedoch verlor er im selben Jahr gegen Doi Ichitarô, was Doi die Beförderung zum 8-Dan einbrachte.

Am 11. Mai 1919 gewann er gegen Doi mit dem sakata-ryū mukai hisha 阪田流向かい飛車 Sakata Opposing Rook, einer Eröffnung die nach dem Spiel populär und nach Sakata benannt wurde. Das Spiel fand in Ôsaka statt und wurde von Kimi Kinjirô 木見金治郎 (1878-1951) präsentiert.

sakata-ryū mukai hisha 阪田流向かい飛車 Sakata Opposing Rook

1920 wurde in Tokyo ein Turnier zu Ehren des 90 Jahre alten Ono Gohei 12. Lifetime Meijin abgehalten. Sakata spielte gegen Ôsaki Kumao (damals 7-Dan, 1884-1939) ein Lanzen-Handicapspiel. Das Spiel ist berühmt für Sakatas Bishop Head Pawn Angriff 「角頭歩突き」, aber Sakata verlor das Spiel.

Ono Gohei 12. Lifetime Meijin 小野五平十二世名人.

Im Mai 1920 übernahm Sekine von Ono den Titel des 13. Lifetime Meijin. Es heißt, Sakata, der an einer Augenkrankheit litt und kurz davor war, zu erblinden, war zu dieser Zeit noch für Sekines Annahme des Titels.

1924 kam es zu einer Neuorganisation der Shôgiwelt. In Tokyo wurde der Tôkyô Shôgi Renmei 「東京将棋連盟」gegründet, bei der Kimi Kinjirô, Ôsaki Kumao, Kon Yasujirô und Hanada Chôtarô 花田長太郎 (1897-1948) starke Unterstützung lieferten, die dafür zum Dank zum 8-Dan befördert wurden. Bis dahin waren dies unter den Profispielern nur Sakata und Doi gewesen. Infolgedessen und wegen der Rivalität zwischen Kanto und Kansei, empfahlen im März 1925 80 führende Vertreter aus Ôsaka, Kôbe und Kyôto Sakata ebenfalls den Titel des Meijin anzunehmen. Unter Zustimmung von Yanagisawa 柳沢 nahm Sakata den Titel an. Von vielen wird er als Kansai oder Ôsaka Meijin bezeichnet, um ihn von dem Tokyoter Meijin abzugrenzen. Vom Tokyo Shôgi Renmei wurde dies als Anmaßung aufgefasst und Sakata wurde aus der Organisation ausgeschlossen.

Sakatas Beziehung zur Asahi Shinbun zerbrach und als er seine Arbeit an Kanda Tatsunosuke 神田辰之助 (1893-1943) verlor, unterstützten viele seiner früheren Anhänger Kanda und Sakata wurde zunehmen isoliert. Dennoch nahm er Hoshida Keizô 星田啓三 (1917-1995) als seinen Schüler an.

Die Spaltung der Shôgiwelt konnte am 29. Juni 1936 mit der Gründung des Shôgi Taiseikai 将棋大成会, dem direkten Vorläufer des heutigen Nihon Shôgi Renmei, endgültig überwunden werden. An der Gründung beteiligte sich sowohl die Gruppe um Kimi in Tokyo als auch die Gruppe um Kanda in Kansai. Kanda wurde der Vorsitzende der Kansai Branch des Shôgi Taiseikai. Sakata wurde dadurch völlig isoliert.

Sakata setzte sich bei der Yomiuri Shinbun und bei Kon Yasushirô für seine Rückkehr ein. 1937 schloss Sakata einen Vergleich mit der Tokyoter Seite und konnte in den Shôgi Taiseikai zurückkehren.

Im Februar 1937 kam es zur berühmten Schlacht im Nanzen-Tempel 南禅寺 gegen 8-Dan Kimura Yoshio 木村義雄 (1905-1986) und im März spielte er gegen Hanada Chôtarô im Tenryû-Tempel 天龍寺.

Kimura Yoshio 木村義雄 (1905-1986).

Nach sein Rückkehr nahm Sakata als 8-Dan an der Liga zur Auswahl des Herausforderers zum Meijin teil und konnte sieben Siege zu acht Niederlagen erringen. Daher schied er aus, ohne noch ein letztes Mal am Kampf um den Meijin Titel teilzunehmen. Nach seiner Pensionierung lebte er als Einsiedler in Ôsaka.

Es heißt, er sei von Kimura, der sich Sakatas Armut bewusst war, angesprochen worden, Berater zu werden. Sakata lehnte jedoch ab: „Was hat das jetzt noch für einen Sinn?“ 「いまさら木村が、なにいいまんね」, soll er auf das Angebot geantwortet haben. Laut Sakatas Familie war das Shôgispielen zu etwas wie dem Üben am Arbeitsplatz oder im Club geworden. Sakata wollte „echtes Shôgi spielen“ 「本当の将棋が指したい」, also spielte er alleine auf einem einfachen Shôgiklappbrett.

Kurz nach Kriegsende, am 23. Juli 1946 verstarb Sakata in seinem Haus. Es heißt, er sei an verdorbenem Walfleisch gestorben. Der Zeitungsartikel, der von Sakatas Tod berichtete, war bloß zehn Zeilen lang, ohne Bilder und vermeldete gar ein falsches Todesdatum. Sakata Sankichi, der das Shôgi über Meiji, Taishô und Shôwa-Zeit vor allem in Kansai stark geprägt hatte, drohte in Vergessenheit zu geraten. Allein dem Schriftsteller Hôjô Hideji sollte es zu verdanken sein, dass Sakata heute zu den bekanntesten Shôgispielern aller Zeiten gehört.

Denn Hôjô Hideji führte 1946 zum ersten Mal sein Stück „Ôsho“ über das Leben Sakatas auf. Aufgrund des Erfolgs des Theaterstücks und des darauf basierenden Films, würde Sakatas zu einem richtigen Volkshelden in Kansai und der Nihon Shôgi Renmei 1955 verlieh ihm posthum den Titel des Meijin 追贈名人 und später den Titel des „Ôsho“. Sakata ist der einzige Shôgispieler, dem diese Ehre zuteil wurde. 1969 errichtete ihm die Nachbarschaftsvereinigung von Shinsekai unter dem Tsutenkaku ein Ehrendenkmal. Die Stadt Sakai errichtete ihm 1989 an der Stelle seines Geburtshauses ebenfalls ein Denkmal. Seit 1988 findet in seiner Heimatstadt Sakai ihm zu Ehren jedes Jahr ein Turnier statt.

Ōshō-monument in honor of Sankichi Sakata zu Füßen des Tsutenkaku. Foto by Mixtures via wikimedia commons.

Sein Grabmal liegt auf dem Hattori-Friedhof in Toyonaki. Sein Grabmal wurde 1954 durch eine Spende eines Fans, des Geschäftsmannes und Politikers Takahashi Ryûtarô 高橋龍太郎 (1875-1967) errichtet. Zu dessen Enthüllungszeremonie erschienen über 40 professionelle Shôgispieler, darunter Doi und Kimura. Das Grabmal ist in Form eines Shôgisteins gestaltet und ist ständiger Beschädigung ausgesetzt, da Menschen Stücke daraus herausschlagen, um diese als Talisman zu benutzen, damit ihr Shôgispiel besser wird.

Sakata Sankichi 坂田三吉 wurde heute vor 150 Jahren geboren.

Sakata Sankichi 坂田三吉 (01.07.1870-23.07.1946).

Thailand’s Most Glamorous Chess Fan Yingluck Shinawatra Celebrates 53rd Birthday

By René Gralla

She is one of the most brilliant and attractive chess fans these days: Yingluck Shinawatra who became Thailand’s first female Prime Minister on August 5th, 2011, after a landslide victory of her Pheu Thai Party as the result of the general elections on July 3rd, 2011, by conquering 265 of the 500 seats in The House of Representatives at Bangkok. The younger sister of elder brother Thaksin Shinawatra who ran „Prathet Thai“, translation: „Land Of The Free“, as being its Prime Minister from 2001 to 2006 – until he was toppled and forced into exile by a military coup on September 19th, 2006 – has celebrated her 53rd Birthday on June 21st, 2020. Though Yingluck Shinawatra’s schedule uses to be busy and challenging, the tough and charming career woman regularly finds the time for some relaxing moments to chill out at the board of 64 squares. Whilst shaping politics at the beginning of the second decade of the third millennium, Thailand’s most glamorous Head of Government supported the renowned Bangkok Chess Club, and she helped to bring new attention to Siam’s traditional chess variant „Makruk“ by closely working together with Kittirat Na-Ranong who was Deputy Prime Minister in her cabinet apart from having been elected President of the Thailand Chess Association in 2013.

Prime Minister Yingluck Shinawatra (right) meets Bangkok Chess Club Chairman Kai Tuorila (left) on the occasion of the 12th Bangkok Chess Club Open in April 2012 (at the center in the background: Deputy Prime Minister Kittirat Na-Ranong – who will be elected President of the Thailand Chess Association one year later).

After having got to the helm of chess sports in The Kingdom of Smiles,  Kittirat Na-Ranong not only has focused on International Chess but has started to intensively promote Makruk as well. His most spectacular stroke of genius in that respect: He has taught the rules of Makruk to former World Chess Champion Garry Kasparov  when the latter paid a visit to Bangkok in December 2013.

Former World Champion Garry Kasparov (left) discusses Makruk with Kittirat Na-Ranong (right), President of the Thailand Chess Association, at Bangkok in December 2013.
Quelle: http://www.chessasiapacific.com/kasparov-sees-chess-of-all-kinds-in-thailand/

Siam’s own brand of The Game of Games is very popular throughout Thailand, therefore it is a quite surprising fact that there can not be purchased any downsized magnetic sets of Makruk. That is deplorable because Makruk editions en miniature would be very helpful in view of the current restrictions on social life worldwide that have been taken  in order to fight the Corona pandemic. Magnetic Makruk would enable aficionadas and aficionados to comfortably play on the lawn of a park or on the beach. That obvious deficiency has motivated Hamburg-based author René Gralla to tinker a little bit in his quiet closet. The result: René Gralla has transformed a miniaturized set of International Chess …

Portable edition of International Chess (photograph by: Bernd-Jürgen Fischer).

… into a corresponding prototype of magnetic Makruk. 

Handmade prototype of magnetic Makruk that has been fabricated by René Gralla (photograph by: Bernd-Jürgen Fischer). Please pay attention to the four elephants that are actually waiting on those positions that are occupied by „Bishops“ in International Chess (the elephants en miniature have been purchased at the specialized shop for Asian handicrafts „Om Shankari“ at Hamburg, Germany, in the street Hahnenkamp No. 12 close to the railway station Hamburg-Altona). Talking of several markups on some squares of the playground: these hotspots are the legacy of the ancient Indian game Ashtapada. Those special zones had been „castles“ where pieces were safe from being captured. Later Chaturanga, the prototype of chess that has been created in India sometimes during the 5th century A.D., has been played on the board of Ashtapada as well – with the initial protective function of the old „fort“-style sections having been abolished, therefore the obsolete strongholds only used to fullfill decorative purposes from now on. Since Makruk is that very living variant of chess that actually is closest to the original Indian edition Chaturanga, therefore the traditional design of the board of Chaturanga – the typical ornaments of Ashtapada including – has been used to transform a set of International Chess into Makruk. That shall underline the strong cultural links between India’s Chaturanga and Thailand’s Makruk.

The simple trick: now the well-known starting out positions of „The Bishops“ in the battle formation of International Chess are occupied by exotic elephants – thus playing the part of noblemen (in Thai language: „Khon“) in the theatre of Makruk because daring noblemen were supposed to mount imposing pachyderms before storming into real battles. Plus: the so-called „Met“ of Makruk that is the counterpart of the notorious „“Queen“ of mainstream chess will be represented by a former „Bishop“ figurine piece that finds itself in a new and more prestigious role by serving the commander in chief of either the white or black army (the technical term in the world of Makruk: „Khun“) as being the close advisor of His Lordship on the board. The foregoing concept works and is real fun: that is the conclusion that has unanimously been made by Weeraphon Junrasatpanich, the winner of „The King Naresuan The Great Makruk Memorial 2015“ at Hamburg, Germany, and René Gralla after a friendly game at the rustic pub „Thämer’s“ at Hamburg’s scenic town square Großneumarkt on June 13th, 2020. Therefore René Gralla, the creator of magnetic Makruk, and Weeraphon Junrasatpanich have dedicated that innovation to Yingluck Shinawatra who is the one and only female pop star of Thai Chess.  René Gralla and Weeraphon Junrasatpanich hope for having the chance to hand over that belated birthday present to Yingluck Shinawatra sometimes and somewhere on this planet. But that will probably take a while for Yingluck Shinawatra had to flee Thailand after a cold coup d’état: she was removed from office by the Constitutional Court on May 7th, 2014, and that was the prelude to one more putsch by the Royal Thai Armed Forces on May 22nd, 2014. Today Yingluck Shinawatra is rumoured to hold a UK passport and to be in London – apart from having been granted citizenship by the government of Serbia …

Belated birthday greetings to Thailand’s former Prime Minister and chess supporter Yingluck Shinawatra: Weeraphon Junrasatpanich (left) and René Gralla with a magnetic set of Makruk that has been created by René Gralla and that has been dedicated to Yingluck Shinawatra. The photo has been taken on Saturday, June 13th, 2020, at Hamburg, Germany, in front of the Pub „Thämer’s“ (photograph by: Chatchawan Thongmi).

Under Construction / im Aufbau

Hier entsteht gerade die neue Internetseite von Shôgi Hamburg. Der Umzug dauert an, im Hintergrund muss noch einiges erledigt werden. Evtl. fehlen daher Bilder oder Links sind nicht richtig gesetzt. Am Aussehen der Seite wird sich auch noch ein wenig ändern. Daher ist unsere alte Webseite unter www.shogihamburg.bplaced.net immer noch aktiv und funktionsfähig.

Fabian Krahe, Webmaster

Shôgizitat #1

「兄達は頭が悪いから東大へ行った。自分は頭が良いから将棋指しになった」

米長邦雄

„My brothers went to university because they weren’t clever, but I was clever so I became a pro shogi player.“

„Meine Brüder gingen zur Universität, weil sie dumm waren. Ich bin klug, deswegen wurde ich Shôgispieler.“

Yonenaga Kunio

Quelle

Um die Ehre der Ratte … in Zeiten von Corona …

Von René Gralla

Momentan regieren uns kosmische Kräfte unter dem Zeichen der Ratte, nach dem chinesischen Horoskop. Eine Erkenntnis, die während der aktuellen Corona-Pandemie, deren erstes Aufflackern im Dezember 2019 aus dem chinesischen Wuhan berichtet worden ist, nicht ernsthaft für gute Laune sorgt. Zumindest in der westlichen Hemisphäre leidet die Ratte unter einem denkbar miesen Image; das ist geschuldet einer kollektiven Erinnerung an die Pest, die von 1346 bis 1353 auf dem Alten Kontinent wütete und rund 25 Millionen Opfer forderte, das war ein Drittel der damaligen Bevölkerung Europas. Der Schwarze Tod hatte seine Schreckensreise in Zentralasien begonnen und war von Rattenflöhen verbreitet worden.

Resultat: die verheerendste Seuche der Weltgeschichte. Und daher wäre es allen echten Freunden der großartigen Kultur aus dem Reich der Mitte deutlich lieber gewesen, der Büffel – laut Kalender erst ab dem 12. Februar 2021 das astrologische Leittier der Folgesaison – hätte sich zwischendurch bereits auf die Hinterbeine gestellt und der Ratte robust bedeutet, sie solle sich vorsorglich in eines ihrer Löcher kuscheln und uns nicht bis Ende 2020 die Laune vermiesen. Eine putzige, wenngleich natürlich völlig irreale Vorstellung, zumal zwischen Beijing und Hongkong niemand ernsthaft nachvollziehen kann, welche negativen Reflexe der suboptimal beleumundete Nager bei historisch bewanderten Langnasen auslöst.

In China nämlich genießt das besagte Tierkreiszeichen einen exzellenten Ruf. Personen, die im Jahr der Ratte geboren werden, sollen ehrenhaft und ehrlich sein, und obendrein werden die Betreffenden im Freundeskreis als großzügig in finanziellen Fragen geschätzt. Ein unzweifelhaft positives Profil, und dazu passt wiederum, dass Ratten im Tierreich als High Performer gelten. Sie sind sozial und intelligent, und außergewöhnlich gelehrige Exemplare der Gambia-Riesenratte werden mittlerweile sogar für die Minenräumung trainiert, das berichtete Sinstorfs Schachkulturbotschafter Jürgen Woscidlo per E-Mail dem Verfasser dieser Zeilen.

Außerdem teilte Norddeutschlands Mister Multi-Kulti-Chess eine weitere staunenswerte Beobachtung zum Verhalten der neugierigen und geselligen Tiere mit: „Ich hatte 1983 das Vergnügen, in einer Tagesstätte für Körperbehinderte ein Praktikum zu absolvieren. Der dort tätige Musiktherapeut Harald Melchior intonierte jeden Dienstag und Donnerstag in seinem Raum verschiedene Stücke von Beethoven und Mozart auf der Querflöte. Und regelmäßig stellten sich dann Ratten und Mäuse als Publikum ein, die still der Musik lauschten!“

In der Konsequenz ist es dringend an der Zeit gewesen, in diesen irren Tagen und Wochen, die manchen den letzten Nerv rauben und andere in raunende Verschwörungstheoretiker verwandeln, wenigstens in Bezug auf die Ratte einen symbolischen Akt der Ehrenrettung zu wagen – bevor womöglich noch total durchgeknallte Hate Speaker auf die idiotische Idee verfallen wären, nach der Pest hätten die Ratten vielleicht auch etwas mit Corona zu tun (haben sie natürlich nicht, Stupid!).

Umgesetzt wurde das ambitionierte Projekt mit einer augenzwinkernden Reverenz an eine uralte Tradition: Gottesurteile durch Zweikampf, denen wir wahlweise fasziniert und schockiert in der spannenden TV-Fantasy-Serie „Game of Thrones“ virtuell beigewohnt haben.

Selbstverständlich haben wir uns insofern für eine zivilisierte, weil weniger blutrünstige Variante entschieden: in der Form eines mentalen Duells, dem sich eine autorisierte Vertrauensperson der stolzen Nation cleverer Spürnasen stellen sollte, und zwar am Schachbrett. Auf diese Weise ist die zauberhafte Göttin Caissa um eine Entscheidung angerufen worden – damit es künftig kein Ignorant mehr wagen dürfte, den Namen der Ratte in den Dreck zu ziehen.

Die Schachgöttin Caissa auf einer Briefmarke von Paraguay.

Die schöne Caissa war konkurrenzlos kompetent für einen derart brisanten Ratschluss. Schließlich zählt sie, wie der italienische Humanist und Dichter Marcus Hieronymus Vida (1485-1566) in seinem lyrischen Epos „Scachia Ludus“ referiert hat, zur Familie der Nymphen und ist nach griechischer und römischer Mythologie eines jener weiblichen Geistwesen, die in Bäumen, Grotten oder an stillen Wassern wohnen. Um Flora und Fauna zu beschützen – und folgerichtig auch die Ratte, die ihren unverzichtbaren Part im Orchester der Natur spielt.

Was allerdings hat eine gute Fee wie Caissa eigentlich mit Schach zu tun?! Während antike Quellen dazu schweigen, imaginierte Erfolgsautor Vida – sein 1527 publiziertes „Scachia Ludus“ war ein Bestseller im 16. Jahrhundert – ein amouröses Szenario in transzendenter Dimension: Die aus den Wäldern Thrakiens stammende Caissa habe das Herz des Kriegsgottes Ares gebrochen. Schnöde ließ die elfengleiche Schönheit den flirtwilligen Schlachtenlenker abblitzen, und der Verschmähte weinte sich bitterlich beim Co-Olympier Apollon aus. Dem unsterblichen Kollegen kam plötzlich ein Geistesblitz: Apollon kreierte Schach, als fein gestrickte Liebesgabe, die der Ares seiner spröden Angebeteten darbringen sollte.

Unzählige Generationen nach der legendären Pleite des Ares bei Caissa sollte heuer nun eine veritable Partie des Millenniums – zwecks Wahrung der lädierten Reputation der Ratte – am 16. Mai 2020 im Hamburger Lokal „Rheinischer Hafen“ steigen. Im Rahmen dieses denkwürdigen Sonnabends galten die Regeln der thailändischen Schachversion Makruk, und zwar aus einem speziellen Grund, der sich am außergewöhnlichen Spirit des Events orientierte: Siams Vintage Chess ähnelt beinahe deckungsgleich dem Proto-Schach, das Chaturanga hieß und vor gut anderthalb Jahrtausenden in Indien erfunden wurde, und dürfte deswegen aus höherer Sicht quasi eine Replik des Game of Games aus der Werkstatt des Apollon repräsentieren.

Die Partei, die der Ratte die Hölle heiß machen sollte, führte frohgemut die weißen (!) Steine (Attention, Weiß gilt als Farbe der Unschuld!), und Leitwolf der Unbefleckten war Meister Weeraphon Junrasatpanich, der am 13. Juni 2015 das „PTT King Naresuan The Great Makruk Memorial“ im Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg souverän gewonnen hatte. Der Autor und Rechtsanwalt Dr. René Gralla übernahm den schwierigen Job, im Auftrag der Ratte die schwarze Seite zu verteidigen (wie es üblicherweise sonst auch zum Berufsverständnis eines Advokaten gehört), und symbolträchtig wurde die Figur des Black King gegen eine Porzellanplastik des wieseligen Kleinvierbeiners ausgetauscht.

Corona-gerecht maskiert am Start zum freundschaftlichen Rattenrennen in der Mini-Makruk-Arena der 64 Felder unter dem Banner des Königreiches Siam im Hamburger Kölsch-Lokal „Rheinischer Hafen“ : Dr. René Gralla (re.), Prozessbevollmächtigter und Spielführer der gemein und oft geschmähten Nager (eine Ratte im Miniaturformat aus dem Sortiment von „Hegrat`s Asien-Haus“ in Hamburg besetzt am rechten unteren Bildrand in der Ausgangsposition vor Matchbeginn das Feld des schwarzen Monarchen) versus Weeraphon Junrasatpanich (li.) als Kommandeur der Weißen. Foto: Chatchawan Thongmi (c) 2020.

Und so konnte das epochale Match beginnen … das nach wechselhaftem Ringen mit einem versöhnlichen Ergebnis endete: Die Gegner einigten sich – unter gewissenhafter Beachtung der regierungsamtlichen Vorgaben zur Pandemiebekämpfung – per Jens-Spahn-Style-Ellenbogencheck auf Unentschieden.

Ein gerechtes Resultat, das an notorische Aluhutträgerinnen und -träger eine klare Botschaft sendet: Die schlaue Ratte aus dem chinesischen Horoskop hat nichts und NADA mit all` den Herausforderungen zu tun, die uns seit Beginn des Jahres 2020 beschäftigen. Das ist das Urteil der unbestechlichen Caissa.

Freuen wir uns deswegen auf den weiteren Verlauf des Jahres der Ratte: Wer die charmante Caissa an seiner Seite weiß, kann nur gewinnen!

Mattjagd mit Makruk – wer die schöne Göttin Caissa an seiner Seite weiß und ein leichtes Getränk in Händen hält, dem kann eigentlich nicht bange werden (der Autor René Gralla als Gelegenheits-Model für eine kultige Jägermeister-Kampagne in den 1970-er Jahren; das Foto wurde aufgenommen am 13. Dezember 1977 in einem Studio in Düsseldorf und veröffentlicht von der TV-Zeitschrift „Gong“ in der Programmwoche 29.9. – 5.10.1979). Reproduktion des Bildes: Bernd-Jürgen Fischer, Hamburg 2020.

Mit ein wenig göttlichem Beistand ein besserer Shôgispieler werden

Von Fabian Krahe

Tabletopspieler wissen es schon lange: Nur wer die Würfelgötter nicht erzürnt, wird am Ende siegreich aus einer Schlacht hervorgehen. Aber an wen wenden sich wir Shôgispieler? Wir können natürlich die schöne Caïssa anrufen, die Göttin des Schachs und um ihre Gunst bitten. Oder wir erbitten uns direkt Beistand im Land der Götter.

Caïssa, die Göttin des Schachs in einem Gemälde von Domenico Maria Fratta (1696-1763)

Wer einmal zu Gast ist im Land der aufgehenden Sonne und sich in Tokyo aufhält, sollte unbedingt den in Sendagaya gelegenen Hatonomori-hachiman-jinja 鳩森八幡神社 besuchen. Der Schrein wurde 860 n.Chr. errichtet. In ihm werden der mythische Ôjin Tennô 応神天皇 (200-310; 15. Tennô 270-310) und dessen Mutter Jingû-kôgô 神功皇后 (ca. 169-269), die nach dem Tod ihres Mannes der Legende nach allein über Japan herrschte, verehrt. Der Schrein hat zahlreiche Zweigschreine im ganzen Land. 1976 wurde in der Nähe des Schreins das Shôgikaikan 将棋会館, der Sitz des Nihon Shôgi Renmei errichtet. In der Folge besuchten viele Shôgispieler regelmäßig den Schrein. 1986 wurde auf dem Schreingelände das Shôgi-do 将棋堂 erbaut, in dem ein großer Shôgistein mit einer Höhe von 1,20 m steht, der von Ôyama Yasuharu 大山康晴, dem 15. Meijin auf Lebenszeit und damaligen Vorsitzenden des Nihon Shôgi Renmei gestiftet wurde.

Shôgi-do 将棋堂 (Foto: Thirteen-fri via wikimedia)
Ôgoma 大駒 im Shôgi-do 将棋堂 via Twitter 鳩森八幡神社@hatonomori8man https://twitter.com/hatonomori8man/status/1252756345633169408

Der Ôgoma verbleibt traditionell hinter der geschlossenen Tür des Shôgi-do. Nur einmal im Jahr, am 5. Januar, wird er für drei Stunden der Öffentlichkeit präsentiert. Zu diesem jährlichen Gebetsfest 祈願祭 kommen hohe Repräsentanten des Shôgi, sowie ausgewählte Shôgispieler und beten für die Entwicklung des Shôgi. Anschließend wird in einem speziellen Raum Shôgi gespielt.

In den letzten Jahren hat das Interesse am Shôgi-do zugenommen, vor allem, weil dort Filme wie „Satoshi no Seishun“ und „Sangatsu no Lion“ gedreht wurden. Viele kommen auch, um am Schrein ein Shôgi-o-mamori 御守り zu erwerben. Diese Schutzzeichen sollen dabei helfen das Spiel zu verbessern. O-mamori wirken ein Jahr lang, dann müssen sie erneut gekauft werden und helfen so den Schreinen und Tempeln regelmäßige jährliche Einnahmen zu generieren.

Das Shôgi-dô in Sendagaya ist nur einer von mehreren Pilgerstätten in Japan für Shôgifans. So wird zum Beispiel jedes Jahr am Fuße des Tsûtenkaku in Ôsaka eine Shintôzeremonie zu Ehren Sakata Sankichis 阪田三吉 abgehalten und die Stadt Tendô 天童市 ist nicht nur für ihre Produktion von Shôgisteinen bekannt, sondern auch für ihr jährliches Ningen-Shôgi.

Shôgi-o-mamori 御守り via いつつ -Blog https://www.i-tsu-tsu.co.jp/blog/hatonomorihatimanshrine/
Ôyama Yasuharu (1923-1992), 15. Meijin auf Lebenszeit nachdem er seinen ersten Meijintitel 1952 gewann.

Der Schrein wird auch in diesem kleinen Video über die Profispielerin Kagawa Manao 香川愛生 gezeigt. Ab Min. 2:43, engl. Untertitel sind verfügbar. Kagawa Manaos YouTube-Channel.

Erstmals Spielaufzeichnung via künstlicher Intelligenz

Von Fabian Krahe

Zum ersten Mal wurden am 16. Mai 2020 zwölf offizielle Partien nicht von einem Menschen protokolliert, sondern von einem Computerprogramm: Das „Ricoh-Shôgi-AI-Aufzeichnungssystem“ リコー将棋AI棋譜記録システム zeichnet die Partie auf, indem es mithilfe einer Kamera an der Decke die Züge registriert und automatisch ein Kifu erstellt. Nach einer längeren Testphase wurde das System jetzt erstmals beim Frauen-Ôza-Turnier eingesetzt, welches von Ricoh gesponsert wird; dem Unternehmen, das diese Technik entwickelt hat. Der Nihon Shôgi Renmei reagiert damit zum einen auf einen Mangel an Protokollführern, die aus den Mitgliedern der Shoreikai kommen und kaum mehr ausreichen, um die mittlerweile über 3000 offiziellen Spiele pro Jahr zu protokollieren. Zum anderen hofft der Verband, dadurch auch das Risiko einer Verbreitung des Coronavirus zu vermindern. Ein Video hier.

Der technische Fortschritt macht vor Shôgi auch nicht halt und wir werden den Einsatz von künstlichen Aufzeichnungssystemen in Zukunf sicherlich häufiger sehen.

Quellen:

  1. „将棋界で「AI記録係」デビュー係務める奨励会員が減り導入3密回避に有効“, Mainichi Shinbun, 16.05.2020. Online: https://mainichi.jp/articles/20200516/k00/00m/040/082000c
  2. „将棋の棋譜もAIで 人手不足解消や感染予防も“, NHK, 16.05.2020. Online: https://www3.nhk.or.jp/news/html/20200516/k10012433011000.html
  3. 「リコー将棋AI棋譜記録システム」が第10期リコー杯女流王座戦一次予選で本稼働 ~棋譜の記録を無人化し、新型コロナの感染リスク低減にも貢献~, Nihon Shôgi Renmei, 18.05.2020. Online: https://www.shogi.or.jp/news/2020/05/ai10.html

Updated: 19.05.2020

Checkmate Corona – チェックメイトコロナ

Alle Wettkämpfe bis auf Weiteres gestrichen und ein Ende der Krise noch nicht in Sicht: Die Covid-19-Pandemie hat auch den Turnierbetrieb im Shôgi abrupt ausgebremst. So dass viele Leute inzwischen zu fragen beginnen: Muss das wirklich sein? Wann dürfen wir endlich wieder gemeinsam am Brett sitzen?! Leider scheinen Vorsicht und Social Distancing momentan aber noch der beste Plan zu sein, schließlich kann das fiese Coronavirus überall und nirgends lauern und unverhofft sogar in vordergründig harmlosen Alltagssituationen zuschlagen …

Beware of the Virus: ein Corona-style Lampenschirm konfrontiert den Autor René Gralla mit einem überraschenden „Close Encounter of the Third Kind“ (Mr. Steven Spielberg, bitte übernehmen Sie!). Foto: Agnieszka Skrentny.

… um so wichtiger ist es, cool zu bleiben und das Virus clever auszutricksen. Mit einer smarten digitalen Gegenstrategie, die von Shogi Deutschland e.v. jetzt gefahren wird: Nach der vom 11. bis 19. April 2020 ausgespielten Corona-Krone auf 81Dojo.com bietet die selbe Plattform in Kürze die super Chance, sich dort für das diesjährige International Shogi Forum in Tokio (23.-25.10.2020) zu qualifizieren. Die K.o-Runden starten am 15. Mai 2020 (Anmeldeschluss ist am 13. Mai 17:00 Uhr), und wer bis zum 14. Juni 2020 noch immer nicht – virtuell – zu Boden gegangen ist, räumt das Japan-plus-Shôgi-as-Shôgi-can-Ticket ab, und zwar absolut FOR FREE! Checkmate CORONA – setzen wir gemeinsam das Virus matt! Und rocken ganz lässig den Lockdown!

René Gralla

Cool bleiben und digital das Virus mattsetzen: Das lässt Corona keine Chance, meint Shôgi-Altrocker René Gralla (hier in einer historischen Aufnahme vom 18. März 1994, reproduziert von Wolfgang Geise).

German ISF Qualification dieses Jahr auf 81Dojo

Liebe Mitglieder von Shogi Deutschland e.V.,

wegen der aktuellen Corona-Pandemie mußte leider die Deutschen Meisterschaft in Hamburg abgesagt werden. Im Rahmen dieses Turniers war auch die Auswahl des Spielers geplant, der Deutschland beim Internationalen Shogi Forum 2020 vertreten wird. Das ISF 2020 wird voraussichtlich vom 23. – 25. Oktober 2020 in Tokio stattfinden. Da zum derzeitigen Zeitpunkt noch unklar ist, wann wieder überregionale Turniere stattfinden können, ist die Einhaltung von Meldefristen auf klassischem Wege leider nicht möglich. Aus diesem Grund hat der Vorstand entschieden, das Qualifikationsturnier online durchzuführen.

Die German ISF Qualification findet in der Zeit vom 15. Mai bis 14. Juni 2020 auf der Plattform 81Dojo statt. Die Anmeldung ist ab sofort bis zum 13. Mai 2020, 17:00 MEZ, unter https://system.81dojo.com/en/tournaments/961 möglich.

Durch das für das Turnier gewählte KO-Format bleibt der Anzahl der zu spielenden Runden auch bei einer großen Anzahl von Teilnehmern überschaubar, so daß außer den unten aufgeführten minimalen Bedingungen keine weiteren Einschränkungen notwendig sind. Aber natürlich wird erwartet, daß Teilnehmer des Qualifikationsturniers dieses auch beenden und im Falle eines Sieges gewillt sind, beim ISF anzutreten.

Bitte gebt diese Ausschreibung auch an andere Interessierte weiter.

Mit freundlichen Grüßen, Daniel Többens Schatzmeister


Der Sieger des German ISF Qualification Turniers bei 81Dojo wird Deutschland beim Internationalen Shogi Forum 2020 vertreten.

Voraussetzung für die Teilnahme am Qualifikationsturnier sind:

  1. Deutsche Staatsbürgerschaft
  2. Mitgliedschaft bei Shogi Deutschland e.V.
  3. Bereitschaft, am Internationalen Shogi Forum teilzunehmen, welches voraussichtlich vom 23. – 25. Oktober 2020 in Tokio stattfinden wird.

Die Startaufstellung erfolgt entsprechend der Elo-Wertung in der Liste 2020-01 der FESA.

Mitgliedschaft und Identität der Teilnehmer werden durch die Anmeldung bei Shogi Deutschland e.V. Online überprüft. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte rechtzeitig an den Schatzmeister von Shogi Deutschland e.V. (Daniel.Toebbens[at]gmx.de).

Die Identität aller Teilnehmer des Turniers wird den Mitgliedern von Shogi Deutschland e.V. vor Beginn des Turniers mitgeteilt.


The winner of the German ISF Qualification tournament at 81Dojo will represent Germany at the International Shogi Forum 2020.

Prerequisite for the participation in the qualification tournament are

  1. German citizenship
  2. Membership in Shogi Deutschland e.V.
  3. Readiness to participate in the International Shogi Forum, which is expected to take place in Tokyo from 23rd – 25th October 2020.

The starting line-up will be according to the Elo-ranking in the FESA list 2020-01.

Membership and identity of the participants will be verified by registration with Shogi Deutschland e.V. Online. If there are any uncertainties, please contact the treasurer of Shogi Deutschland e.V. in time (Daniel.Toebbens[at]gmx.de).

The identity of all participants of the tournament will be communicated to the members of Shogi Deutschland e.V. before the tournament starts.